Geschichte
Die Geschichte von Xaldon umfasst mehr als zwei Jahrzehnte Softwareentwicklung – von Desktop-Anwendungen und Web-Technologien über Enterprise Content Management und offene Standards bis hin zu modernen Integrationsplattformen für Künstliche Intelligenz.
Obwohl sich Technologien und Märkte im Laufe der Zeit verändert haben, ist ein zentrales Thema stets geblieben: Menschen und Systeme dabei zu unterstützen, Informationen einfacher zu finden, auszutauschen und zu nutzen.
In den frühen 2000er Jahren entwickelte Xaldon verschiedene Desktop- und Internet-Anwendungen für technische und nicht-technische Anwender.
Zu diesen Produkten gehörte WebSpider, ein Freeware-Werkzeug zur Spiegelung von Websites, mit dem Anwender lokale Offline-Kopien von Webseiten erstellen konnten. Das Produkt erfreute sich in zahlreichen europäischen Ländern großer Beliebtheit und trug dazu bei, den Begriff „Web Spider“ als allgemein bekannte Bezeichnung für Software zum Crawlen von Websites zu etablieren.
Ein weiteres frühes Produkt war der Xaldon File Commander, ein orthodoxer Dateimanager für Windows, der Dateiverwaltung, FTP-Zugriff, Editoren und Netzwerkwerkzeuge in einer integrierten Umgebung vereinte.
Mit dem zunehmenden Erfolg von Technologien für Zusammenarbeit in Unternehmen verlagerte Xaldon seinen Schwerpunkt auf Content Management und die Integration von Unternehmenssoftware.
Im Jahr 2006 veröffentlichte das Unternehmen Meetingpoint, eine webbasierte Kollaborationsplattform, die von Microsoft SharePoint inspiriert war. Das Produkt implementierte SharePoint-kompatible Protokolle und ermöglichte es Microsoft-Office-Anwendungen, mit Meetingpoint so zu interagieren, als wäre es ein SharePoint-Server.
Die zugrunde liegende Protokollimplementierung weckte das Interesse anderer Softwarehersteller, die SharePoint-Interoperabilität in ihre eigenen Produkte integrieren wollten.
Um diese Nachfrage zu bedienen, entwickelte Xaldon xoservices, eine Java-Bibliothek zur Implementierung SharePoint-kompatibler Protokolle für die Integration in Enterprise-Software von Drittanbietern.
Darauf aufbauend entstand simpleecm, eine Abstraktionsschicht, die eine einheitliche API für verschiedene Enterprise-Content-Management-Systeme bereitstellte.
In dieser Zeit sammelte Xaldon umfangreiche praktische Erfahrungen mit Systemen wie FileNet, Documentum, IBM Content Manager, Alfresco, OpenText, Saperion und weiteren Enterprise-Repositories.
Die Erfahrungen aus zahlreichen Integrationsprojekten führten zur Entwicklung von OpenDMA, einem offenen Standard für den Zugriff auf Enterprise-Content-Systeme über eine gemeinsame API.
Die Entwicklung von OpenDMA begann im Jahr 2008. Die erste öffentliche Version wurde am 24. Juni 2008 veröffentlicht.
Ziel von OpenDMA war die Schaffung einer herstellerneutralen Abstraktionsschicht, die Integrationen in heterogenen Repository-Landschaften vereinfacht und die Abhängigkeit von proprietären APIs reduziert.
Im Jahr 2013 übernahm Alfresco die geistigen Eigentumsrechte an der xoservices Technologie.
Infolge dieser Übernahme stellte Xaldon die Weiterentwicklung und Vermarktung dieser Produkte ein. Die zugrunde liegende Technologie zur SharePoint-Interoperabilität wird bis heute in geschäftskritischen Unternehmensumgebungen von Millionen von Anwendern weltweit genutzt.
Im Jahr 2018 initiierte der Gründer des Unternehmens das Projekt SPXP, ein offenes Protokoll für dezentrale soziale Netzwerke.
Das Projekt untersuchte, wie sich die Architekturprinzipien des World Wide Web auf soziale Netzwerke übertragen lassen, indem Protokolle von Implementierungen getrennt und Interoperabilität zwischen unabhängigen Plattformen ermöglicht wird.
Im Rahmen dieses Projekts entstanden Hosting-Dienste sowie mobile Anwendungen für iOS und Android.
Die rasanten Fortschritte bei Large Language Models, Retrieval-Augmented Generation und agentenbasierten Architekturen machten ein neues Problem deutlich: Große Mengen an Unternehmenswissen waren in ECM-Systemen gespeichert, auf die moderne KI-Lösungen nicht effektiv zugreifen konnten.
Diese Herausforderung entsprach in bemerkenswerter Weise den ursprünglichen Zielen von OpenDMA.
Im Jahr 2025 nahm Xaldon die aktive Weiterentwicklung der OpenDMA-Plattform wieder auf, modernisierte den Standard und begann mit der Entwicklung einer neuen Generation von Produkten für die Integration von Enterprise Content in KI-gestützte Systeme.
Heute konzentriert sich Xaldon darauf, Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre in Enterprise-Repositories gespeicherten Inhalte für moderne KI-Anwendungen nutzbar zu machen.
Mit OpenDMA, den OpenDMA Adaptors und dem Enterprise Content Integration Server (ECI Server) stellt Xaldon die Technologien bereit, die erforderlich sind, um Enterprise-Repositories mit modernen KI-Architekturen zu verbinden und dabei Sicherheit, Governance und bestehende Investitionen zu bewahren.